Betrachten wir zunächst einmal das Gesamtbild. Was sind die größten Veränderungen oder Trends, die Ihnen im Bereich der Sicherheit bei Hubarbeitsbühnen aufgefallen sind?
Rik: Wenn man sich die technologischen Entwicklungen des Originalgeräts ansieht, würde ich nicht sagen, dass sich viel geändert hat. Die Erstausrüster halten sich an die verschiedenen international vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften. Es hat jedoch eine Verschiebung im Größenbereich gegeben; wir sprechen nicht mehr nur von 5 oder 10 Meter hohen Arbeitsbühnen. In den letzten Jahren sind sogenannte Ultra-Booms auf den Markt gekommen, die mittlerweile Höhen von bis zu 80 Metern erreichen. Diese Zunahme geht mit einer höheren Komplexität einher, wodurch eine gründliche Schulung und Zertifizierung durch Einrichtungen wie die IPAF noch wichtiger wird. Der jüngste Global Safety Report der IPAF weist zudem auf eine Verschiebung in der Unfallstatistik hin. Unfälle durch Einklemmen treten mittlerweile immer häufiger auf.
Gunther: Diese Vorfälle, bei denen Personen eingeklemmt wurden, zwingen den Markt zu Innovationen, insbesondere im Hinblick auf aktive Sicherheitsmechanismen rund um die Arbeitsbühne. Genau hier sehen wir, dass echte Innovationen stattfinden. Drittanbieter und Hersteller entwickeln Sicherheitslösungen wie Einklemmschutzvorrichtungen und Systeme wie „Harness ON™“, um nur einige zu nennen.
Rik: Letztendlich geht es bei der Sicherheit um Verantwortlichkeit. Betriebsbereitschaft und Produktivität sind eine Sache, doch ein Menschenleben ist unersetzlich. Als Unternehmen stellen wir die Ausrüstung bereit, die jeder benötigt, um sich zu schützen, und wir möchten sicherstellen, dass jeder Bediener, der morgens seine Arbeit aufnimmt, abends sicher wieder zurückkehrt.