Mit welchen Hindernissen oder Bedrohungen sind wir derzeit auf dem Beleuchtungsmarkt konfrontiert? Wie reagiert TVH auf diese Hindernisse?
Gert-Jan: In der Produktion stoßen wir vor allem bei den Stückzahlen auf Schwierigkeiten; wenn wir ein neues TotalSource-Produkt entwickeln wollen, müssen natürlich ausreichende Stückzahlen vorhanden sein, die das rechtfertigen, ohne ein Überangebot zu riskieren. Manchmal gibt es bis zu 15 verschiedene Modelle eines einzigen Produkttyps. Ich vergleiche das gern mit einer Speisekarte im Restaurant: Wenn es zu viele Optionen gibt, kann sich der Kunde nicht mehr entscheiden. Deshalb bieten wir auf Grundlage des Feedbacks ein klares, standardisiertes Sortiment an. Außerdem haben wir mit den bekannten Problemen in der Lieferkette und mit der Verfügbarkeit von Rohstoffen wie Magneten und bestimmten Metallen zu kämpfen. Auch die Beschaffung der erforderlichen Zertifikate und Zulassungen für den europäischen Markt nimmt Zeit in Anspruch. Und eine weitere große technologische Hürde ist das CAN-Bus-System, bei dem die Leuchten ein Steuergerät besitzen, das mit dem Fahrzeug kommuniziert. So etwas lässt sich im Aftermarket nicht einfach nachbilden. Wir begegnen dem, indem wir gute Beziehungen zu OEM-Lieferanten aufbauen, um kompatible, voll funktionsfähige Ausführungen anbieten zu können. Schließlich ist der harte Preiswettbewerb auf dem Markt unübersehbar, insbesondere in Regionen, in denen überwiegend preisorientiert entschieden wird. Wir reagieren darauf, indem wir unsere Economy Line um LED-Alternativen ergänzen, um in diesen Regionen wettbewerbsfähig zu bleiben.